|
Die vitalen Substanzen beim Menschen
Essenz: ererbte Essenz, erworbene Essenz (aus Nahrung und Atmung), Nieren-Essenz (ererbt, wird durch erworbene Essenz ständig aufgefüllt, verantwortlich für Wachstum, Fortpflanzung und Entwicklung und Abwehrkraft)
Qi : Ursprungs-Qi (Yuan-Qi ; erwärmt und aktiviert zusammen mit Mingmen-Lebenstor alle Organe und fördert die Entwicklung und das Wachstum des ganzen Körpers), Nahrungs-Qi (Gu-Qi, erste Umwandlungsstufe für Qi aus der Nahrung, Grundlage für das erworbene Nähr-Qi), Atmungs-Qi (Zhong-Qi, entsteht in der Lunge aus Nahrungs-Qi und Atemluft), Klares-Qi (Qing-Qi, "klares Qi" das bei der Atmung von der Natur aufgenommen wird), Wahres-Qi (Zhen-Qi, entsteht unter der Wirkung des Ursprungs-Qi aus dem Atmungs-Qi, und unterteilt sich in zwei Arten, das Abwehr-Qi [Wei-Qi, tritt morgens vom Körperinneren über die Augengegend nach außen, wobei wir wach werden, zirkuliert tagsüber an der Körperoberfläche und schützt den Körper gegen Angriffe klimatischer Energien, tritt nachts ins Körperinnere, wobei wir müde werden, und fließt in die Yin-Organe, wie Niere, Herz, Lunge, Leber, und Milz] und das Nähr-Qi [Ying-Qi, ernährt den Körper und kann in Blut umgewandelt werden, fließt in den Meridianen und Blutgefäßen, wird durch Akupunktur aktiviert]). Außerdem wird Qi noch nach anderen Kriterien benannt, wie z.B. als Qi der Speicherorgane (Lunge, Nieren, Leber, Herz, Milz) und Hohlorgane (Dickdarm, Blase, Gallenblase, Dünndarm, Magen).
Unterschiede zwischen Essenz und Qi :
Essenz mehr stofflich, größtenteils ererbt, Zyklus von 7 Jahren (Frauen) und 8 Jahren (Männer), nur schwer zu ergänzen. Qi mehr energetisch, entsteht nachgeburtlich, Zyklen von Stunden, Tagen, oder jährlich, kann leichter ergänzt werden.
Essenz und Qi bilden die materielle Basis für Geist (Shen, Geistig-Seelisches, Sitz im Herzen, als Teil des Herz-Yang, spiegelt sich im Glanz der Augen wieder, kontrolliert Bewußtsein, das Denken, Gedächtnis und den Schlaf)
Blut : bezeichnet das Blut plus das darin enthaltene Qi, das das Blut belebt, Blut ist auch als sehr dichte, materielle Form von Qi aufzufassen, es ernährt und befeuchtet den Körper und stellt die stoffliche Grundlage von Geist (Shen) dar. Um das "Blut" zu ernähren, müssen "Niere" und "Milz" stark sein. Blut nährt das Qi, und Qi bewegt das Blut. So wie sich das Qi bewegt, bewegt sich auch das Blut. Stagniert das Qi, staut sich auch das Blut. Das Qi hält außerdem das Blut in den Adern, was eng mit dem Milz-Qi verbunden ist. Bei Schwäche des Milz-Qi kann eine verstärkte Blutungsneigung bestehen, und über eine Stärkung des Milz-Qi gebessert oder geheilt werden.
Körpersäfte : werden in zwei Formen unterteilt: JIN, dünnflüssige, klare, leichte Anteile, die mit dem Abwehr-Qi an der Körperoberfläche zirkulieren und die Haut und die Muskeln ernähren und befeuchten. Z.B. Schweiß, Tränen, Speichel, Schleim. YE, dickflüssigere, trübere Anteile, die mit dem Nähr-Qi zirkulieren, und die inneren Organe, die Gelenke, die Marksubstanz (diese nährt Gehirn und Rückenmark, und bildet Knochenmark), und die Sinnesorgane wie Augen, Ohren, Nase, Mund befeuchten. Z.B. Gelenkflüssigkeiten, Liquor, Verdauungssäfte der Bauchspeicheldrüse.
|